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Leben in Japan

Bevor Sie uns bezüglich dem Leben in Japan Fragen schicken, lesen Sie bitte die untenstehenden Fragen und die dafür vorgesehenen Antworten durch.

• Wie viel Geld werde ich voraussichtlich für Lebensunterhaltungskosten zahlen müssen?

Japan ist ein teures Land und Unterkünfte in der Nähe der Innenstadt sind besonders teuer, aber Sie können überrascht sein wie wenig man bezahlt, wenn man vosichtig ist.
Untenstehend finden Sie eine Tabelle mit grob geschätzten monatlichen Lebensunterhaltungskosten für einen Working Holiday Maker in Tokyo. Diese Kosten werden stark durch Ihre Einkaufsgewohnheiten und Ihrem Wohngebiet beeinflusst. Sie sollten davon ausgehen, dass Sie in den ersten Monaten Ihres Aufenthaltes mehr ausgeben als erwartet.

Miete (Gästehaus)70,000 Yen pro Monat
Lebensmittel 55,000 Yen pro Monat
weitere Ausgaben40,000 Yen pro Monat
Insgesamt165,000 Yen pro Monat

Die nächste Tabelle zeigt Ihnen die Lebensunterhaltungskosten in Ihrer Währung und den Wechselkurs für 100 Yen und der Währung Ihres Landes im September 2016.

Währung Lebensunterhaltungskosten pro Monat 100 Yen sind ...
Japanischer Yen (JPY) 165.000 100
Australischer Dollar (AUD) 2.120 1.3
Kanadischer Dollar (CAD) 2.093 1.2
Neuseeländischer Dollar (NZD) 2.205 1.3
Euro (EUR) 1.432 0.8
Dänische Kronen (DKK) 2.120 6.4
Norwegische Kronen (NOK) 13.306 8.1
Hongkong Dollar (HKD) 12.406 7.5
Taiwan Dollar (TWD) 50.000 31.3
Südkoreanischer Won (KRW) 1.830.000 1111
Polnische złoty (PLN) 6.250 3.8
Pfund Sterling (GBP) 1145 0.76

Ein Getränk aus dem Automaten kostet zwischen 100 und 150 Yen und ein BigMac kostet 370 Yen.
Lebensmittel in Supermärkten können recht teuer sein und auswärts essen könnte manchmal billiger sein, als selbst zuhause zu kochen. Sparen Sie lieber an Sachen auf die Sie verzichten können, bevor Sie auf Lebensmittel verzichten. Sie könnten eventuell Aufgrund von Stress zu Beginn Ihrer Reise etwas mehr Lebensmittel gebrauchen um sich an Ihr neues Umfeld zu gewöhnen.

• In was für Behausungen enden Working Holiday Maker für gewöhnlich?

Viele Working Holiday Maker kommen in Gästehäusern, auch "Gaijinhouses" genannt, unter, welche private Schlafzimmer, geteilte Toiletten, Badezimmer, Küchen, Waschräume und Wohnräume haben. Also eigentlich wie eine Wohngemeinschaft mit anderen Working Holiday Makern. Gästehäuser sind für gewöhnlich günstig und haben Zimmer mit einem Bett, einem Kühlschrank, einem Fernseher und manchmal freiem Internetzugang. Gästehäuser mögen zwar laut sein und wenig Privatsphäre bieten, sind aber für gewöhnlich die realistischste Unterkunft für Working Holiday Maker.
Trotz der in Japan steigenden Anzahl an WGs und Wohnungen in den letzten Jahren, sind diese immer noch selten, aber sind in englischen Informationszeitschriften und Internetseiten zu finden.
Manche Working Holiday Maker schaffen es eine Gastfamilie zu finden, was aber äußerst selten der Fall ist. (siehe unten)
Für Working Holiday Maker ist es erschreckend schwierig eine private Mietwohnung zu mieten. (siehe unten)

• Ist es einfach eine Gastfamilie zu finden?

Nein. Gastfamilien sind in Japan bedauerlicherweise sehr selten. Es ist vorallem im Großraum Tokyo schwer eine Gastfamilie zu finden, da diese meist in engen Wohnräumen leben. Wenn Sie Glück haben können wir Sie einer Gastfamilie vorstellen.

• Wie kann ich eine private Wohnung mieten?

Bedauerlicherweise ist es für Working Holiday Maker schier unmöglich eine Wohnung zu mieten, da man bei den meisten Wohnungen einen 24-Monate Vetrag unterzeichnen muss, man aber nur höchstens 12 Monate in Japan ist (Australier manchmal 18 Monate). Die Kosten und das Wohnungspfand etc. die Sie im voraus bezahlen müssen betragen ungefähr 4-6 Monatsmieten und nur ein Teil davon wird zurückerstattet. Diese Zahlungen bestehen aus dem "Shikikin"(=Kation)(üblicherweise 2 Monatsmieten welche nicht notwendigerweise zurückerstattet werden) und dem "Reikin"(=Geldgeschenk)(üblicherweise
2 Monatsmieten die dem Vermieter als Geschenk bei Abschluss des Vertrages gegeben werden) die bezahlt werden müssen. Des weiteren sind da noch die Kosten an die Immobilien (eine Monatsmiete) und zu guter letzt die erste Miete.
Die Wohnungen, die vermietet werden, sind für gewöhnlich unmöbliert, sodass man das Mobiliar, von der Glühbirne über Vorhänge zur Waschmaschine und einem Kühlschrank, selber kaufen muss. Weiterhin benötigt man einen Garantiegeber der japanischer Bürger ist, Vollzeit angestellt ist und gut verdient.
Außerdem sind bedauerlicherweise viele japanische Vermieter sehr zurückhaltend Wohnungen an Ausländer zu vermieten.
Es gibt auch möblierte Wohnung, die für Leute sind die nur temporär in Japan sind, die aber gerne 50% bis 100% teurer sind als unmöblierte Wohnungen.

• Wo kann ich unterkommen bis ich einen Platz zum wohnen gefunden habe?

Bis Sie einen etwas festeren Wohnsitz gefunden haben sind Jugendherbergen ein guter Ort um unterzukommen. Jugendherbergen kosten 3000 Yen bis 4000 Yen pro Nacht und haben den Vorteil, dass man vielerlei Geschichten von Reisenden, darunter auch Working Holiday Maker, hören kann.
Einige Gästehäuser vermieten Räume auch für nur einige Wochen.
Es gibt auch einfache Hotels, genannt "Business Hotel", die man in den meisten Städten von Japan findet und für gewöhnlich relativ günstig sind (mindestens 5000 Yen pro Nacht),
So genannte "Love-Hotels" sind zwar relativ günstig, aber manche Leute würden diese Orte als unangenehm empfinden.

• Wie hoch ist die Miete in Japan?

Es gilt: je größer die Stadt, desto höher die Mietpreise.
Es gibt einen gewaltigen Unterschied der Mietpreise zwischen der Innenstadt und den Außenbezirken. Eine Unterkunft in der nähe eines Bahnhofs hat die Tendenz teuer zu sein.
Miete wird in Japan generell überwiesen.
Für gewöhnlich ist die günstigste und einfachste Variante für Working Holiday Maker das Gästehaus (in Tokyo von 50.000 Yen bis 90.000 Yen pro Monat)

• Wie viel Geld sollte ich mit nach Japan nehmen?

Es wird wahrscheinlich um die 150.000 bis zu 250.000 Yen kosten sich einzurichten. Sie sollten etwa doppelt soviel, wie oben genannt, mitnehmen um absolut sicher zu gehen, dass Sie bis zu Ihrem ersten Lohn gut über die Runden kommen.
Bitte seien Sie sich Bewusst, dass insbesondere der erste Monat in Japan, wegen der ersten Miete und dem dazukommenden Vorschuss, teuer sein wird. Sie werden sich bestimmt auch einige Basisausstattungen wie Bettzeug, Besteck etc. kaufen müssen. Es kann Sie auch mehr als einen Monat kosten Arbeit zu finden und Sie Ihren ersten Lohn höchstwahrscheinlich erst am Ende des Monats erhalten, an dem Sie begonnen haben zu arbeiten.
Jedes Land hat ein Minimum an bereitzustellendes Geld, wenn Sie das Working Holiday Visum beantrangen, was eventuell durch den neulich stark werdenden Yen nicht unbedingt reichen wird.

• Was sollte ich mitnehmen und was sollte ich besser zuhause lassen?

Die Antwort ist kurz: So wenig wie möglich, erst recht wenn Sie planen in der Nähe einer Großstadt zu wohnen. Sie werden in der Lage sein alles zu kaufen was Sie in Japan brauchen, obwohl Sie vielleicht nicht Ihre Lieblingskekse finden. Auf jeden Fall müssen Sie sich gut überlegen, was wirklich von Nutzen sein wird und was nur im Weg steht oder in der Ecke Staub fängt. Außerdem sollten Sie nachschlagen, was Sie in Japan einfach und günstig einkaufen können.
Es wäre besser keine unnötigen Medikamente mitzunehmen (siehe unten).
Wenn Sie überdurchschnittlich groß sind, könnten Sie Schwierigkeiten haben Kleidung in Ihrer Größe zu finden. Wenn Sie einen ganz bestimmten Hygieneartikel haben, ohne den Sie nicht leben können, sollten Sie einen kleinen Vorrat mitnehmen, sich Nachschub schicken lassen oder Sie finden in Japan ein ähnliches Produkt.
Die meisten elektronischen Geräte können hier einfach und günstig eingekauft werden, außerdem würde Ihnen das den Kauf eines Transformators oder eines Steckdosenadapters sparen. Sie können Ihren persönlichen Laptop als nicht-japanisches System, welche außerhalb von Tokyo und Osaka schwer zu finden sind, mitnehmen. Sie sollten aber bedenken, dass Duty-free Geschäfte häufig elektronische Geräte verkaufen, die auch Betriebssysteme in anderen Sprachen als Japanisch haben.
Bücher auf fremden Sprachen, vorallem Englisch, sind in größeren Städten leicht zu finden.
Wenn Sie im Frühling oder Sommer nach Japan reisen, wäre es ratsam nur leichte Kleidung mitzunehmen und für die kälteren Jahreszeiten dickere Kleidung vor Ort zu kaufen (aber prüfen Sie erst noch die Durschnittstemperatur von Ihrem Zielort.).

• Sollte ich Medikamente/Arzneimittel nach Japan mitnehmen?

Der Import von Medikamenten/Arzneimitteln wird in Japan streng kontrolliert. Das Mitbringen von scheinbar-harmlosen Medikamenten für Erkältung, Fieber, Anschoppung etc. nach Japan ist verboten und kann bei Mitnahme von oben genannten Medikamenten am Flughafen zur Verhaftung führen, wenn diese Pseudophedrine, Codein, etc. enthalten. Wenn Sie Ihre Medikamente nicht sofort benötigen, sollten Sie diese in Japan kaufen (überprüfen Sie, ob Sie Ihre Medikamente auch in Japan kaufen können.)
Wenn Sie Medikamente nach Japan importieren, müssen diese:
- verschrieben und nur für den Eigenbedarf bestimmt sein.
- oral oder äußerlich anwendbar und nicht intravenös anwendbar sein.
- frei von verbotenen oder kontrollierten Substanzen sein.
- nur einem Moantsvorrat entsprechen.
Wenn Ihr verschriebenes Medikament nicht den oben genannten Bedingungen entspricht, müssen Sie ein spezielles Zertifikat, genannt "Yakkan Shoumei Sho", beantragen, um Ihre Medikamente nach Japan zu bringen. Für Fragen über den Erwerb nötiger Dokumente kontaktieren Sie Ihre nächste Botschaft/Ihr nächstes Konsulat.

• Wo kann ich Informationen bezüglich Reisen in Japan finden?

Die Webseite von Japan National Tourist Organisation (JNTO) (auf Deutsch: Japan Fremdenverkehrszentrale) ist eine sehr nützliche Seite mit viel Informationen über das Reisen, Sightseeing und Leben in Japan etc.
http://www.jnto.de/
Wenn Sie eine englischsprachige Untersützung oder Reiseinformationen benötigen, können Sie die JNTO Reiseleitung anrufen
0088-22-4800 (gebührenfrei).
Tokyo: 03-3201-3331
Kyoto: 03-371-5649
365 Tage im Jahr offen.

• Was ist ‘alien registration’?

Alien Registration ist Englisch und steht für Ausländerregistrierung.
Wenn Sie vorhaben länger als 90 Tage in Japan zu sein, dann müssen Sie persönlich, innerhalb dieser 90 Tage, in eines der folgenden Ämter in Ihrer Nähe.
Leben Sie:
- in einem Ort mit einem -ku (区) am Ende des Namens (z.B. Shibuya-ku 渋谷区) müssen Sie zum nächstgelegenen Bezirksamt (区役所=くやくしょ)
- in einem Ort mit einem -shi (市) am Schluss (z.B. Sapporo-shi 札幌市) müssen Sie zum nächstgelegenen Rathaus/Stadtamt (市役所=しやくしょ)
- in einem Ort mit einem -cho (町) am Ende (z.B. Sakuragaoka-cho 桜丘町) müssen Sie zum nächstgelenen Rathaus (町役場=まちやくば)
- in einem Ort mit einem -mura/-son (村) am Schluss (z.B. Nakamura 中村 oder Honson 本村) müssen Sie zum nächstgelegenen Gemeindehaus (村役場=むやくば)
um sich zu registrieren. Wenn Sie sich registrieren wollen, gehen Sie zu dem oben genannten geeigneten Amt mit Ihrer "Alien Registrationcard" (Aufenthaltskarte = 在留カード).
Wenn Sie noch keine Aufenthaltskarte haben nehmen Sie zum Amt Ihren Reisepass und zwei Passbilder (keine 6 Monate alt) von Ihnen mit, um Ihre Aufenhaltskarte zu beantragen. Working Holiday Maker die im Flughafen Narita, Haneda, Kansai oder Chubu landen bekommen Ihre Aufenthaltskarte Vorort (Auch wenn Sie in einem der eben genannten Flughäfen landen sollten, nehmen Sie trotzdem zwei Passbilder mit da man nie weiß, wann man Sie gebrauchen kann.).
Sie haben Ihre Aufenthaltskarte stets mit sich zu führen. Bitte beachten Sie, dass Polizeibeamte ein Recht darauf haben Sie nach Ihrer Aufenthaltskarte zu fragen, die Sie dann vorzuzeigen haben.
Sollten Sie umziehen, Ihren Aufenthalt in Japan verlängern oder ähnliches, melden Sie bitte diese Veränderung binnen 14 Tagen in Ihrem Amt.

• Wie kann ich einen Kulturschock vermeiden?

Ein Kulturschock wird Sie wahrscheinlich überkommen während Sie in Japan sind. Auf den ersten Blick mag Japan etwas westlich erscheinen, aber je länger Sie in Japan sind, desto mehr werden Sie anfangen fundamentale Unterschiede zu erkennen.
Der beste Weg einen Kulturschock zu mindern ist es Japaisch zu lernen und so viel wie möglich über die japanische Kultur und Gesellschaft zu lernen bevor Sie nach Japan abreisen. Wenn Sie zum ersten mal in Japan ankommen wird alles neu und interessant erscheinen. Schritt für Schritt, wenn der Glanz der Neuheit verblasst, können einige Aspekte der japanischen Kultur anfangen Sie übermäßig zu ärgern und zu reizen, was einigen Leuten Heimweh gibt. Es ist zwingend notwendig diese störenden kulturellen Unterschiede einzusehen oder anzunehmen, sie zu tollerieren und zu verstehen, aus welchem Grund diese Unterschiede so sind, kann helfen sich etwas wohler zu fühlen.
Sobald Sie sich an das Leben in Japan gewöhnt haben, wird alles weniger seltsam und fremd erscheinen. Ehrlich gesagt erleiden viele in gewissem Grad einen entgegengesetzten Kulturschock, wenn sie nach Hause fahren. Solange Sie in Japan sind wird es Ihnen und allen japanischen Leuten, mit denen Sie zu tun haben, eine Möglichkeit geben einige Stereotypen zu überdenken.
Eine der tollen Sachen daran für längere Zeit in Japan oder im Ausland zu leben, ist es, dass Sie viel über kulturelle Unterschiede und Gemeinsamkeiten nachdenken, was Ihnen voraussichtlich ein tieferes und klareres Verständnis Ihrer eigenen Kultur und sich selbst geben wird.

• Wo finde ich mehr Informationen über das Leben in Japan?

Es gibt eine Anlaufstelle für Ausländer in Japan bei der Sie Fragen stellen können. Sie werden Ihre grundlegenden Fragen beantworten. Die Links hierzu befinden sich hier

 *Consultation Support Center for Foreign Residents (download PDF)
 *Foreign Residents Advisory Corner (download PDF)
 *Shinjuku Multicultural Plaza (download PDF)